Fotobox selber bauen!

Fotobox selber bauen!

Du willst Dir deine Fotobox selbst bauen?
Hier gibt es die 100% Schritt für Schritt Anleitung!

Du willst Dir deine Fotobox selbst bauen? Hier gibt es die 100% Schritt für Schritt Anleitung!

Hallo liebe Fotografen, Bastler und Co.

Mein Name ist Rigo (Rigos mega Fotoecke). Ich bin seit ganz vielen Jahren ein sehr begeisterter und leidenschaftlicher Fotograf aus der wunderschönen Hansestadt Rostock.

Ich habe mich in vielen Jahren nicht nur auf die Kinderfotografie spezialisiert, sondern ich habe auch das große Glück viele Hochzeiten begleiten zu dürfen. Es ist nicht nur für das Brautpaar und die Gäste immer wieder ein einzigartiger und emotionaler Augenblick, sondern ich genieße es von mal zu mal ganz genau so. Um es mal kurz zu halten… Ich bin meistens der Erste mit tränen in den Augen (#geoutet) und bin meistens recht froh darüber, dass ich die Kamera vor den Augen habe 😉 Wobei Emotionen sind was tolles!

Jetzt komme ich endlich zum Bau der Fotobox 🙂

In folgendem Kapitel möchte ich Euch beschreiben, wie ich dazu gekommen bin, mir eine Fotobox selbst zu bauen.

Seit 2001 spiele ich in der foolproof Partyband Bassgitarre und besitze somit das Privileg, an Orten zu gelangen, wo andere nicht hin dürfen. So ein Ort nennt sich dann oft “geschlossene Veranstaltung”. An genau so einem Ort bin ich zum ersten Mal auf eine Fotobox gestoßen und kann nur sagen: Es war Liebe auf den ersten Blick!”

Alleine die Idee war für mich als junger Knabe schon unglaublich Faszinierend!

In dieser Zeit war ich bereits schon Fotograf. Ich war so begeistert darüber, wenn ich den Gedanke hatte, eine Hochzeit mit so einem tollen Gerät auszustatten. Es wäre doch für alle ein unglaublich wertvoller Programmpunkt.

Wie so eine Fotobox, oder wie viele sagen, ein Fotobooth genau funktioniert, dass erkläre ich euch im nächsten Kapitel “Sinn & Funktionsweise einer Fotobox”!

Fotobox

 

Fotobox mieten Rostock

Es war für mich immer unvorstellbar selbst in Besitz so einer tollen Fotobox zu sein! Für mich gab es lange Zeit auch nur folgenden Gedanken: Ich werde so eine Fotobox nur dann besitzen, wenn ich das nötige Kleingeld dafür habe. Glaubt mir… eine Fotobox kaufen ist nicht wirklich das, was man günstig nennt. Das ist auch der Grund dafür, warum ich erst im Jahr 2019 auf die Idee kam mir die Fotobox einfach selber zu bauen!


Funktionsweise der Fotobox

Wenn Du bis hier hin gelesen hast, ist dir der Begriff Fotobox bestimmt kein Rätsel mehr. Die genialen Dinger sind ja oft im Lande verbreitet und auf den verschiedensten Feste und Feiern zu finden. Ob Jubiläen, Firmen- und Betriebsfeiern, Hochzeiten, Geburtstage, Eröffnunggen, oder gar in Freizeitparks. Irgendwie findet man immer eine Fotobox, oder zumindest im abgewandelter Form.

Aber warum ist das so?

Man muss sich immer wieder bewusst machen das eine Fotobox ein absoluter Selbstläufer ist. Es ist nicht umsonst das man behaupten kann: “Eine Fotobox ist ein muss auf wirklich jeder Feier!”

So eine Fotobox hat einen mega Vorteil!
Vergleicht mal….

Fotobox Rostock

 

Unbeschwert und unbeobachtet wird gepost!

1. Wir nehmen eine Gruppe (z.B. Gäste einer Hochzeit) und den Fotografen vor Ort.
2. Wir nehmen die selbe Gruppe und die Fotobox die vor Ort steht.

Welche Bilder werden besser? Ich würde behaupten Variante 2.

Bilder liegen immer im Auge des Betrachters, aber ich will es nochmal kurz erläutern und den mega Vorteil raushauen.

Bei Variante 1. passiert folgendes…

Egal wie gut der Fotograf ist und wie er sich verausgabt. Die Bilder werden mit Sicherheit gestellter.

Da jeder Mensch nachweislich im tiefsten inneren egoistisch veranlagt ist, wird jeder Gast probieren bestmöglich auf dem Bild zu wirken und unter Umständen den Fotografen signalisieren: “Hey mach ruhig! Ich kann mit der Kamera umgehen! Du hast bestimmt auch schon die Erfahrung gemacht. Jemand will Dich fotografieren und Du hast wie aus dem nichts, blitzschnell ein künstliches Lächeln im Gesicht. Das ganze hältst Du dann 5 Sekunden und fertig ist das gestellte Bild.

Bei Variante 2 passiert wiederum folgendes…

Die Gäste erblicken die Fotobox, oder wurden in Kenntnis darüber gesetzt. Die mutigen Gäste werden sich jetzt schon zur frühen Stunde zur Fotobox begeben, während viele noch warten. Ihr wisst ja…. Typisch Party 🙂

Der riesen Vorteil daran ist nun, dass kein Fotograf an der Kamera steht. Was meint ihr wie kreativ ein Mensch nun werden kann. Glaubt mir… Als Fotobox-Betreiber habe ich echt vieles gesehen 😉

Am spannendsten für mich ist der Moment, wenn ich die Fotobox nur Verleihe, ohne am Ort des Geschehens zu sein. Ich hole dann irgendwann die Box ab und übertrage die Bilder auf das MacBook um die Dateien zu verwalten. Immer wieder passiert das selbe (und das ist auch gut so) … Die Gäste sind plötzlich vor der “Kamera” unglaublich locker und echt. Es steht halt nur ein “Der Gerät” da und kein Fotograf der beurteilt ob das was man da macht gut ist, oder nicht. Niemand verspürt den Druck, den man normaler Weise mehr, oder weniger im Unterbewusstsein hat.

Das Ganze dann in Kombination mit den ganzen Accessoires… MEGA! Da ist der Kreativität keine Grenze gesetzt!

Was man so an Accessoires bekommt und nehmen kann, dass werde ich euch im letzten Kapitel erzählen.

ZU FAUL ZUM LESEN? HIER GIBT ES DAS VIDEO!

ZUM VIDEO - FOTOBOX SELBER BAUEN!

 

ZUM VIDEO!!!

Funktionsweise der Fotobox

Eine Fotobox funktioniert ganz Simpel und lässt sich in wenigen Punkten zusammenfassen:

1. Ein Gerät mit Touchscreen, oder Button
2. Raufdrücken
3. Positionieren
4. Countdown abwarten
5. Bild wird gemacht
6. Ausdruck des Bildes auf Fotopapier (*nicht immer)

Ich könnte jetzt ewig lange auf jeden einzelnen Punkt eingehen, aber ich denke es ist von der Grundfunktions weise geklärt. Einiges werdet ihr auch dazu in der nun folgenden Beschreibung “Anleitung: Fotobox selber bauen” nachlesen können.

Denn nun werde ich euch erzählen, wie ich meine Fotobox selber gebaut habe.

Wie wurde ich aufmerksam die Fotobox selber zu bauen?

Jeder von euch kennt es… Ihr klickt euch durch YouTube und kommt von einen Video zum anderen. Genau so war es bei mir auch. Jemand erzählte davon, wie er seine Fotobox selber gebaut hatte. Genau dieses Video animierte mich dazu selber darüber nachzudenken. Die gezeigt Fotobox war schon cool, aber dennoch nicht die, die ich haben wollte. Ich wollte halt meine eigene und nichts nachmachen.

Anleitung: Fotobox selber bauen

Als allererstes musste ich mich mit nun dem Gedanken befassen was für eine “Hülle” meine Fotobox bekommen wird und was da alles rein muss. Ich schrieb mir eine Liste mit allen Bestandteilen und Zubehör. Ich recherchierte wie groß die einzelnen Dinge sind um dann nach einer Lösung zu suchen.

Als Musiker kam mir kurze Zeit später ein mega Gedanke. Ich hatte bereits einen Zubehörkoffer  indem ich Jahrelang eine menge Kabel, mein Funksystem für den Fender Bass usw. transportierte. Der ist nicht nur mega Robust, sondern auch abbschließbar. Das Abbschließbare finde ich mega wichtig, sodass niemand an die Technik kommt.

Dann ging es relativ schnell… Es wurden alle Daten überprüft und dann war klar:

“ES WIRD GENAU DIESER KOFFER!”

WICHTIG: Ich wollte dabei immer ein System, welches nur über einen Stromstecker tadellos funktioniert. Wenn ständig drauf geachtet werden müsste ob noch genug Akku vorhanden ist… Das würde komplett nerven und wäre viel zu unsicher!

Der nächste Schritt war nun, jegliches Zubehör zu besorgen um auch wirklich später eine funktionierende Fotobox zu haben. Hier nun die Auflistung was Euch zu kommt 😉 Ich habe selbstverständlich alles für Euch verlinkt. So brauch niemand lange suchen.

Zum Bearbeiten des Koffers

Bestandteile der Fotobox

1. Schritt

MACHT EUCH EINEN GENAUEN PLAN!
Der Koffer wird gesägt und nichts ist schlimmer als wenn man den Anfang somit schon versaut.
Es wäre wirklich schade um das Geld, wenn Ihr euch wieder einen neuen Koffer kaufen müsstet.
Also… wenn Ihr den Plan gemacht habt und es auf dem Koffer angezeichnet habt, dann messt nochmal nach. Wenn Ihr das gemacht habt, messt nochmal nach 😉
Habt ihr nun alles ausgesägt, nehmt euch Schleifpapier und die Ränder glatt zu machen. (Dient auch der Sicherheit, damit später kein Gast einen Splitter in die Hand bekommt)

Flansch und Stativ
Für die Flansch wurde an der Unterseite des Koffers ein Loch gesägt und dann festgeschraubt.Jetzt kommt ein sehr wichtiger Teil!

DIEBSTAHLSCHUTZ
Der Koffer wird nun mit der Flansch auf das Stativ gesetzt. Wenn alles sitzt nimmt man nun einen Stahlbohrer und bohrt durch die Flansch zeitgleich durch das Stativ. Dadurch habt Ihr nun die Möglichkeit einen Bolzen durch dieses Loch zu schieben. Wenn der Koffer verschlossen ist lässt sich der Koffer nicht mehr vom Stativ lösen.Natürlich besteht die Gefahr das jemand die Fotobox klaut, aber dann müsste das komplette Gerät samt Stativ mitgenommen werden 😉

2. Schritt

Welche Teile Ihr jetzt zuerst verbaut ist euch überlassen.

ACHTUNG: DAS TABLET WURDE DURCH DIESEN TOUCH-Screen ERSETZT!

Tipp zum Tablet-Einbau:
Das Tablet hatte nun folgende Herausforderung….

1. Das Touchscreen muss immer mittig sitzen!
2. Es darf nicht wandern, wenn man es bedient!

Damit mir das gelungen ist, habe ich folgendes gemacht.Ich benötigte 2 Dinge. Ein U-Profil aus dem Baumarkt und irgendwas für die Seiten da das Tablet nicht so breit war wie Koffer. Da man ja für gewöhnlich ganz viel Schnickschnack besitzt, hatte ich diese beiden Ringe liegen und habe die dann eingeklebt (siehe Bild).Jetzt zum U-Profil… Ich benötigte es nur am oberen Rand. Um das Tablet nun flexibel rein und raus zu bekommen, habe ich an dem Profil zwei Löcher gebohrt und dort Schrauben durch gesteckt.Unten ist es mit einem gebogenen Winkel befestigt. (siehe Bilder).

3. Schritt

Der Blitz wurde verbaut. Es gibt dafür eine tolle Halterung für Studioblitze. Das machte es sehr einfach!

 

Halterung für den Blitz

4. Schritt

Die Kamera wurde verbaut. Dazu wurde ein Regalboden zugesägt und verschraubt. Um die Kamera sinnvoll zu fixieren kam mir eine Idee. Ich hatte noch eine SteadyCam die ich nie benutze und habe den Kopf dafür verwendet. Hat den Vorteil das ich die Kamera je nach Brennweite hin und her schieben kann (Damit das Objektiv immer sauber abschließt)

5. Schritt

Kabel und Stecker fehlen nun noch. Wie das ganze so gemacht wird ist euch bestimmt bekannt. Nur ein wichtiger Punkt zu dem Thema. Anfangs habe ich krampfhaft probiert den Blitz und die Kamera per Kabel zu synchronisieren. Vielleicht geht es ja bei euch!? Bei mir ging es nicht. Deshalb habe ich mir den Blitzschuhadapter gekauft und es ging dann perfekt!

6. Schritt

Dieser Schritt war ehrlich gesagt der Erste :)Die Software (DSLR Booth). Warum war das eigentlich der erste Schritt bzw. sollte er auch bei Euch sein?Die Software mit zur Grundlage der Fotobox und sollte daher im Voraus getestet werden.Noch mal kurz zu dem Punkt warum ein Windows-Tablet und kein iPad…Ich persönlich bin ein riesengroßer Fan von Apple Produkten und besitze diese grundsätzlich. Es gibt allerdings keine wirkliche, zuverlässiger Alternative für ein iPad. Ich habe natürlich nicht alles probiert, dennoch habe ich mich belesen und die Bewertungen sprechen für sich.

Ich möchte an dieser Stelle mal ein großes Lob an die Entwickler der Software aussprechen! DSLR Booth ist sehr umfangreich, intuitiv und macht mega viel Spaß! Es wurde an alles gedacht, man hat viele Einstellungsmöglichkeiten und das Beste, es wird von Update zu Update immer und immer besser, obwohl diese Software schon immer super war!

Ob es zu DSLR Booth noch eine Alternative gibt kann ich euch gar nicht sagen, weil ich mir nie die Frage gestellt habe.

7. Schritt

Jetzt sind nur noch Kleinigkeiten. Ich habe die Optik der Box verbesser. Schablonen wurden gefertigt, Aufkleber geplottet und LED Strips befestigt. Zudem war eine Sache noch wichtig, weil ich während des Betriebes die Fotobox zu machen muss. Ein Loch bohren welches so groß ist wie das Stromkabel.

Hier nochmal der Hinweis auf meinen YouTube Kanal “Rigo mega Fototipps“.

Ihr findet dort ein Video darüber, wie ich die Fotobox gebaut habe!

Bei Fragen… einfach fragen 🙂

Euer Rigo

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